Kinderhospiz Bergisch Land: Unterstützung und Pflege

Nele Weber

Kinderhospiz Bergisch Land: Unterstützung und Pflege

Lesezeit 5 Minuten

Wenn du vor der Situation stehst, dass dein Kind eine lebensverkürzende Erkrankung hat, bricht für dich als Elternteil in Österreich oft eine Welt zusammen. Du fragst dich, wie du diese schwere Zeit bewältigen sollst. Vielleicht hast du schon von Begriffen wie „Kinderhospiz“ gehört und fragst dich, was das genau bedeutet und welche Unterstützung es gibt. Speziell wenn du vielleicht Verbindungen nach Deutschland hast oder nach spezifischen Angeboten suchst, taucht auch der Name „Kinderhospiz Bergisch Land“ auf. Lass uns in Ruhe darüber sprechen, was ein solches Angebot für dich und deine Familie bedeuten kann, auch wenn du hier in Österreich lebst.

Was ist ein Kinderhospiz überhaupt?

Ein Kinderhospiz ist kein Krankenhaus, wo man auf Heilung hofft. Es ist ein Ort, der sich darauf spezialisiert, Familien zu begleiten, wenn eine Heilung der schweren Krankheit deines Kindes nicht mehr möglich ist. Das Ziel ist nicht das Ende, sondern die bestmögliche Lebensqualität in der verbleibenden Zeit.

Kinderhospiz Bergisch Land: Unterstützung und PflegeBegleitung, wenn die Diagnose feststeht

Sobald die Diagnose feststeht, beginnt oft ein Marathon an Arztterminen und Therapien. Viele Eltern in Österreich fühlen sich dann allein gelassen, sobald die Ärzte sagen: „Wir können nichts mehr tun.“ Genau hier setzt die Philosophie eines Kinderhospizes an. Es geht darum, Schmerzen und andere belastende Symptome zu lindern – das nennt man Palliativversorgung. Es geht aber auch um emotionale Unterstützung für dich, deinen Partner und deine gesunden Geschwisterkinder.

In Deutschland, wie eben beim Kinderhospiz Bergisch Land, sind die Strukturen manchmal anders als in Österreich. Aber das Grundprinzip ist überall dasselbe: Es geht um fürsorgliches Begleiten auf diesem schweren Weg.

Die Rolle eines Kinderhospizes: Mehr als nur Pflege

Viele stellen sich unter einem Hospiz nur eine Umgebung vor, in der das Kind betreut wird. Das stimmt nur teilweise. Ein spezialisiertes Kinderhospiz bietet ein ganzheitliches Konzept an. Das heißt, es kümmert sich um alle Bereiche des Lebens der Familie.

Schmerztherapie und Symptomkontrolle

Dein Kind hat Schmerzen oder leidet unter Atemnot? Fachkräfte im Hospiz kennen sich sehr gut damit aus, diese Symptome zu lindern. Sie arbeiten eng mit Kinderärzten zusammen, um sicherzustellen, dass dein Kind so angenehm wie möglich lebt. Das kann bedeuten, dass Medikamente angepasst werden, um dem Kind Ruhe und Freiheit von Unwohlsein zu schenken.

VIDEO: Pflege im Kinderhospiz

Entlastung für die ganze Familie

Du musst funktionieren, im Job, im Haushalt, für deine anderen Kinder. Diese Doppelbelastung ist enorm. Ein stationäres Kinderhospiz bietet dir als Eltern eine Auszeit, die sogenannte „Auszeitpflege“ oder „Kurzzeitpflege“. Das bedeutet, dein Kind verbringt für eine gewisse Zeit ein paar Tage oder Wochen dort.

Diese Zeit kannst du nutzen, um Kraft zu tanken, dich um deine anderen Kinder zu kümmern oder einfach einmal durchzuatmen. Wenn du wieder zu Hause bist, fühlst du dich oft gestärkt für die nächste Phase. Das ist wichtig, damit du für dein Kind da sein kannst, ohne selbst völlig auszubrennen.

Unterstützung für Geschwisterkinder

Deine gesunden Kinder erleben auch viel Angst und Trauer. Oft wissen sie nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Kinderhospize bieten spezielle Programme für Geschwisterkinder an. Dort können sie malen, spielen oder mit ausgebildeten Fachleuten sprechen. Sie lernen, dass ihre Gefühle – Wut, Trauer, Eifersucht – normal sind. Solche Angebote findest du auch in spezialisierten Zentren in Österreich, auch wenn du vielleicht gezielt nach dem Angebot vom Kinderhospiz Bergisch Land suchst, weil du von dort eine Empfehlung bekommen hast.

Ambulante Dienste und häusliche Betreuung

Oftmals ist der Wunsch groß, so lange wie möglich zu Hause im vertrauten Umfeld zu bleiben. Viele Eltern in Österreich möchten ihr Kind im eigenen Kinderzimmer versorgen, umgeben von seinen Spielsachen und der gewohnten Umgebung.

Auch hier bieten Hospizdienste ihre Hilfe an. Das nennt man ambulante Hospizbegleitung. Diese Dienste kommen zu dir nach Hause, oft schon lange bevor die Situation sehr kritisch wird. Sie helfen nicht nur bei der Pflege, sondern unterstützen dich auch emotional.

Zusätzliche Informationen

Entdecke essenzielle Quellen, die wir über Kinderhospiz Bergisch Land: Unterstützung und Pflege zusammengestellt haben.

Was leistet die ambulante Hilfe konkret?

Stell dir vor, du musst dringend zum Amt oder hast einen wichtigen Arzttermin. Wer kümmert sich dann um dein Kind? Die ambulanten Hospizbegleiter können diese Lücke füllen. Sie schauen auf dein Kind und unterstützen dich bei alltäglichen Aufgaben.

  • Sie helfen bei der Grundpflege und der Lagerung des Kindes.
  • Sie hören dir zu, wenn du reden musst und Tränen kommen.
  • Sie unterstützen dich bei der Organisation von Hilfsmitteln, die du vielleicht für die Pflege zu Hause brauchst.
  • Sie vermitteln Kontakte zu anderen betroffenen Familien, die vielleicht gerade in der Nähe deines Wohnortes in Österreich leben.

Der Weg zum passenden Platz oder zur Hilfe in Österreich

Wenn du jetzt denkst: „Das klingt gut, aber wie finde ich so etwas bei mir in der Steiermark/Tirol/Oberösterreich?“, ist das eine berechtigte Frage. Angebote wie das Kinderhospiz Bergisch Land sind in Deutschland angesiedelt, aber die Prinzipien und die Vernetzung sind international wichtig.

Erste Schritte und Anlaufstellen in Österreich

Du musst nicht sofort ins Ausland schauen. Österreich hat ein gut ausgebautes Netzwerk für Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche. Dein erster Ansprechpartner ist oft dein behandelnder Kinderarzt oder das Krankenhaus, in dem dein Kind betreut wird. Diese Kliniken haben Kontakte zu den spezialisierten mobilen Teams.

  1. Dein Kinderarzt: Er kennt die medizinische Situation und weiß, welche spezialisierten Pflegedienste in deiner Region verfügbar sind.
  2. Sozialarbeiter im Krankenhaus: Sie sind Experten darin, bürokratische Hürden zu nehmen und dir zu helfen, Anträge für Unterstützung zu stellen.
  3. Spezialisierte Kinderpalliativdienste: In Österreich gibt es zunehmend mobile Teams, die genau diese ganzheitliche Betreuung nach Hause bringen.

Wenn du gezielt Informationen zu Einrichtungen in deiner Nähe suchst, frage gezielt nach „Kinderhospiz- oder Kinderpalliativteams in [dein Bundesland]“. Die Vernetzung ist sehr wichtig, damit du nicht das Gefühl hast, alles allein organisieren zu müssen. Das Gefühl, etwas nicht zu schaffen, ist normal, aber du musst es nicht alleine tun.

Umgang mit dem Unausweichlichen

Irgendwann kommt der Punkt, an dem sich die Situation noch einmal verändert. Vielleicht möchtest du für die letzte Zeit deines Kindes spezielle Ruhe und Atmosphäre. Auch hier helfen Hospizeinrichtungen, sowohl stationär als auch durch ambulante Begleitung.

Die Verweildauer im Blick

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Aufenthalt im stationären Kinderhospiz kein fester Vertrag ist. Wenn du merkst, dass es für euch gerade nicht passt, kannst du nach Hause gehen. Wenn du merkst, dass du zu Hause an deine Grenzen stößt, kannst du anfragen, ob ein Platz frei wird. Diese Flexibilität ist ein großer Pluspunkt solcher Einrichtungen.

Auch wenn der Name „Kinderhospiz Bergisch Land“ eine deutsche Einrichtung beschreibt, dient es als gutes Beispiel dafür, wie umfassend diese Unterstützung sein kann. Du findest ähnliche, qualitativ hochwertige Angebote auch in Österreich, die dir helfen, diese intensive Zeit so würdevoll und liebevoll wie möglich zu gestalten. Lass dich nicht entmutigen, wenn die ersten Anfragen kompliziert erscheinen. Es gibt Menschen, die genau für diese Situationen da sind und dir Schritt für Schritt zeigen, wo du Unterstützung bekommst.

häufig gestellte fragen

wo finde ich schnelle hilfe in österreich?

beginne immer bei deinem behandelnden kinderarzt oder dem sozialdienst des nächstgelegenen kinderkrankenhauses. diese stellen haben oft direkten kontakt zu den mobilen kinderpalliativteams in deiner region. frage auch bei deinem zuständigen sozialhilfeträger nach angeboten zur entlastungspflege.

zahlt die krankenkasse für die hospizbegleitung?

die kostenübernahme ist in österreich komplex, aber die grundversorgung durch palliativteams wird meist von den krankenkassen oder sozialhilfeträgern getragen, besonders wenn die medizinische notwendigkeit besteht. es ist wichtig, dass du frühzeitig einen antrag stellst und dich von den sozialarbeitern unterstützen lässt.

darf ich mein kind jederzeit aus dem hospiz wieder heimholen?

ja, absolut. ein aufenthalt in einem stationären kinderhospiz oder eine ambulante betreuung ist immer freiwillig. du bestimmst, wie lange und wo dein kind versorgt werden soll. es gibt keine vertragliche Bindung, die dich daran hindert, jederzeit nach Hause zurückzukehren.

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